KI-Risikomanagement nach KI-Verordnung & ISO 42001
KI-Systeme richtig einordnen, Risiken für Grundrechte und Sicherheit bewerten und geeignete Governance-Strukturen aufbauen. Bevor der Regulator klopft.
Wer KI einsetzt, trägt Verantwortung. Die KI-Verordnung macht sie messbar.
Die EU-KI-Verordnung verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen zu einem risikobasierten Vorgehen. Wer Hochrisiko-KI einsetzt oder entwickelt, muss ein systematisches Risikomanagementsystem aufbauen, Risiken für Grundrechte und Sicherheit bewerten und die Ergebnisse dokumentieren. Betreiber im Bereich Beschäftigung, öffentliche Dienste und kritische Infrastruktur müssen zusätzlich eine Grundrechte-Folgenabschätzung (FRIA) durchführen.
ISO 42001 ergänzt die regulatorischen Anforderungen um einen managementsystemischen Rahmen: Governance-Strukturen, KI-Richtlinien, Rollen und Review-Zyklen. Beides zusammen schafft die Grundlage für nachweisbare und dauerhaft betriebene KI-Compliance.
Omnibus-Update
Eigenständige Hochrisiko-KI-Systeme (Anhang III) müssen die Risikomanagementsystem-Anforderungen erst ab dem 2. Dezember 2027 erfüllen. Die Fristen für in Produkte eingebettete Hochrisiko-KI bleiben unverändert.
Wen betrifft KI-Risikomanagement?
- Unternehmen, die Hochrisiko-KI-Systeme einsetzen (Beschäftigung, Bildung, kritische Infrastruktur)
- Anbieter von KI-Systemen, die in der EU vermarktet werden
- Betreiber von GenAI-Tools mit sensiblen Daten oder Entscheidungsrelevanz
- Unternehmen, die ISO 42001 anstreben oder ein bestehendes ISMS erweitern
- Organisationen mit KI in der Lieferkette und Drittanbieter-Pflichten
Vier Risikostufen, unterschiedliche Pflichten.
Die KI-Verordnung kategorisiert KI-Systeme nach ihrem Risikopotenzial. Die Einordnung entscheidet über Pflichten, Konformitätsbewertungen und mögliche Verbote.
Inakzeptabel: Verboten
Verbotene KI-Praktiken: Social Scoring, manipulative Systeme, biometrische Echtzeit-Überwachung im öffentlichen Raum.
Hoch: Strenge Pflichten
Konformitätsbewertung, Registrierung, Risikomanagementsystem, Transparenz- und Dokumentationspflichten.
Begrenzt: Transparenzpflichten
Nutzer müssen wissen, dass sie mit KI interagieren (Chatbots, Deepfakes, synthetische Inhalte).
Minimal: Empfohlene Maßnahmen
Keine spezifischen Pflichten. Freiwillige Verhaltenskodizes empfohlen. Umfasst die große Mehrheit aller KI-Anwendungen.
Von der KI-Bestandsaufnahme zur Compliance.
KI-Inventarisierung
Erfassung aller eingesetzten und geplanten KI-Systeme im Unternehmen: intern entwickelt oder zugekauft.
Risikoklassifizierung
Systematische Einordnung jedes KI-Systems nach der KI-Verordnung. Prüfung auf Verbote und Pflichtanforderungen.
Risikobewertung & -behandlung
Detaillierte Risikofolgenabschätzung für Hochrisiko-KI. Maßnahmenplanung und Verantwortlichkeitszuweisung.
Governance & Monitoring
Aufbau dauerhafter KI-Governance-Strukturen. KI-Verantwortliche, Review-Zyklen, Incident-Prozesse.
Was wir für Sie übernehmen.
KI-Risikoklassifizierung
- KI-Bestandsaufnahme und Systemerfassung
- Einordnung nach den Risikoklassen der KI-Verordnung
- Prüfung auf verbotene KI-Praktiken
- Identifikation von Hochrisiko-KI-Systemen und Folge-Pflichten
KI-Risikofolgenabschätzung
- Risikoanalyse für Grundrechte und Sicherheit
- Bewertung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere
- Maßnahmen zur technischen Risikominderung
- Dokumentation für Konformitätsbewertungsverfahren
ISO 42001 KI-Managementsystem
- Aufbau eines KI-Managementsystems nach ISO 42001
- KI-Richtlinien und Governance-Dokumente
- Rollen und Verantwortlichkeiten für KI-Verantwortliche
- Integration in bestehendes ISMS / GRC-System
Laufendes KI-Monitoring
- Überwachung regulatorischer Entwicklungen
- Review bei Einführung neuer KI-Systeme
- Incident-Management für KI-Vorfälle
- Meldepflichten gegenüber Marktüberwachungsbehörden
Wissen Sie, wo Ihre KI-Systeme einzuordnen sind?
Viele Unternehmen setzen KI ein, ohne die regulatorischen Konsequenzen zu kennen. Wir schaffen Klarheit. Strukturiert und pragmatisch.
Kostenloses Erstgespräch buchen