Ransomware-Prävention für Unternehmen
Ransomware ist die teuerste Bedrohung im Cyberraum. Wir helfen Ihnen, Angriffsflächen zu reduzieren, Backups angreiferfest zu machen und im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.
KMU im Visier: Ransomware trifft jeden.
Laut BSI Bundeslagebild 2025 sind 80 Prozent aller Ransomware-Opfer kleine und mittlere Unternehmen. Angreifer wählen KMU gezielt, weil dort Schutzmaßnahmen oft lückenhafter sind als in Konzernen. Die durchschnittliche Betriebsunterbrechung liegt bei 21 Tagen. Kosten durch Datenverlust, Wiederherstellung, Reputationsschaden und mögliche Bußgelder übersteigen die Lösegeldforderung meist um ein Vielfaches.
Moderne Ransomware-Gruppen arbeiten arbeitsteilig: Spezialisten für Erstzugang, laterale Bewegung und finale Verschlüsselung. Über 75 Prozent aller Vorfälle kombinieren Verschlüsselung mit Datenexfiltration (Double Extortion). Backups allein schützen nicht mehr.
NIS2-Pflicht
Unter NIS2 müssen betroffene Unternehmen erhebliche Sicherheitsvorfälle innerhalb von 24 Stunden beim BSI melden (Erstmeldung) und innerhalb von 72 Stunden einen vollständigen Bericht einreichen. Ransomware-Angriffe auf wichtige oder kritische Einrichtungen lösen diese Pflicht regelmäßig aus.
Auf dieser Seite
- Wie Ransomware-Angriffe ablaufen
- Was Double Extortion bedeutet und warum Backups allein nicht schützen
- Die vier häufigsten Angriffsvektoren
- Backup-Konzepte, MFA und technische Schutzmaßnahmen
- NIS2- und DSGVO-Meldepflichten im Ernstfall
- Was ein vollständiges Schutzkonzept umfasst
So gelangen Angreifer in Ihr Netzwerk.
Phishing & Social Engineering
Täuschend echte E-Mails verleiten Mitarbeitende zur Eingabe von Zugangsdaten oder zum Öffnen präparierter Anhänge. Über 60 Prozent aller Ransomware-Erstzugänge beginnen so.
Ungepatchte Systeme
Bekannte Schwachstellen in VPN-Gateways, Remote-Desktop-Diensten und Servern werden von Angreifern innerhalb von Stunden nach Veröffentlichung eines Exploits ausgenutzt.
Schwache Zugangsdaten
Brute-Force-Angriffe auf RDP und VPN mit kompromittierten Passwörtern aus Datenlecks sind der dritthäufigste Einstiegsweg. Fehlende MFA macht diese Angriffe trivial.
Kompromittierte Lieferkette
Angreifer infiltrieren vertrauenswürdige Dienstleister oder Software-Updates, um über legitime Kanäle in gut gesicherte Netzwerke zu gelangen.
Was ein vollständiges Schutzkonzept umfasst.
Backup-Konzept & Recovery
- 3-2-1-Backup-Strategie mit Offline-Kopie
- Immutable Backups (unveränderlicher Speicher)
- Regelmäßige Wiederherstellungstests
- Recovery Time Objective (RTO) und RPO definieren
Identität & Zugang absichern
- Multi-Faktor-Authentifizierung für alle externen Zugänge
- Privileged Access Management (PAM)
- Least-Privilege-Prinzip und Rollenkonzepte
- Überwachung privilegierter Konten und Anomalieerkennung
Netzwerk & Systeme härten
- Netzwerksegmentierung und VLAN-Konzepte
- Patchmanagement-Prozess mit Priorisierung
- Deaktivierung nicht benötigter Dienste und Ports
- EDR/XDR-Einsatz und zentralisiertes Logging
Notfallplanung & Awareness
- Ransomware-Notfallplan mit klaren Eskalationswegen
- Tabletop-Übungen und Simulationen
- Mitarbeiterschulungen und Phishing-Simulationen
- Kommunikationsplan für Kunden und Behörden
Ransomware-Schutz im ISMS verankern.
Ein ISMS nach ISO 27001 integriert Backup, MFA und Notfallplanung systematisch und auditfest.
Zum ISMS-Aufbau